Wie man tierversuchsfreie Kosmetika erkennt

Wer sich mit Nachhaltigkeit beschäftigt, stößt früher oder später auf die Themen Veganismus und Tierversuche. Vor Kurzem hatte ich auf Instagram eine Unterhaltung darüber, wie man tierversuchsfreie Kosmetik erkennt und welche Marken wirklich vertrauenswürdig sind.

Sind Tierversuche nicht verboten?

Ja und nein. Die EU hat schrittweise ein Verbot für Tierversuche in der Kosmetikbranche eingeführt:

  • 2004: Tierversuche für fertige Kosmetikprodukte wurden untersagt.
  • 2009: Das Verbot wurde auf alle Inhaltsstoffe ausgeweitet.
  • 2013: Unternehmen dürfen in der EU keine Kosmetikprodukte mehr verkaufen, die an Tieren getestet wurden – egal, ob der Test in der EU oder anderswo durchgeführt wurde.
 

Doch hier beginnt das Problem: Es gibt Schlupflöcher und Grauzonen.

Schlupflöcher und Grauzonen

Einige Unternehmen verkaufen ihre Produkte in Ländern, in denen Tierversuche vorgeschrieben sind – wie China. Das bedeutet, dass eine Marke offiziell „tierversuchsfrei“ sein kann, aber dennoch Tierversuche für den chinesischen Markt durchführen lässt.

Zudem gilt das Verbot nur für Kosmetik-Inhaltsstoffe, nicht für solche, die auch in anderen Bereichen (z. B. Chemikalienindustrie) genutzt werden. Diese können weiterhin an Tieren getestet werden.

Laut der aktuellsten Statistik der EU-Kommission wurden im Jahr 2022 in der EU und Norwegen insgesamt 8.477.845 Tiere zu Versuchszwecken eingesetzt. Deutschland liegt dabei hinter Frankreich auf Platz zwei der Länder mit dem höchsten Tierverbrauch.

Worauf ich bei Kosmetik achte

Für mich sind folgende Punkte entscheidend:

  • Vegan
  • Tierversuchsfrei
  • Naturkosmetik
  • Ohne Hormone oder schädliche Zusatzstoffe
  • Möglichst plastikfrei (kein Mikroplastik, keine unnötige Verpackung)

Online-Shops

Eine meiner liebsten Adressen ist Ecco Verde. Der Shop hat eine riesige Auswahl an zertifizierter Naturkosmetik und bietet praktische Filtermöglichkeiten, mit denen sich Produkte genau nach den eigenen Bedürfnissen sortieren lassen.

Drogerien & Bio-Läden

Auch in Drogeriemärkten und Bioläden findet man nachhaltige Kosmetik. Hier lohnt es sich, vorher zu recherchieren, denn „vegan“ bedeutet nicht automatisch „tierversuchsfrei“. Eine gute Quelle für Infos ist PETA.

Direkt bei den Herstellern kaufen

Viele Naturkosmetik-Marken verkaufen direkt über ihre eigenen Shops. Wer sichergehen will, kann sich vorher auf PETA oder Kosmetik-Vegan über die Marke informieren.

Wie erkenne ich tierversuchsfreie Kosmetik?

Es gibt einige Apps und Siegel, die dabei helfen:

Apps: Bunny Free, ToxFox, CodeCheck

Siegel:

  • Hase mit schützender Hand: Verbot von Tierversuchen und tierischen Inhaltsstoffen
  • Leaping Bunny: Garantiert komplett tierversuchsfrei, aber nicht unbedingt vegan
  • Vegane Blume: Keine Tierversuche, keine tierischen Inhaltsstoffe
  • BDIH-Siegel: Tierversuchsfrei seit 1998, jedoch keine Garantie für vegane Inhaltsstoffe
  • Natrue Org: Erweitert das EU-Verbot auf Nicht-EU-Länder

Falls du jetzt denkst: „Muss ich all meine alten Produkte wegwerfen?“ – keine Sorge. Das wäre alles andere als nachhaltig. Am besten nutzt du sie auf oder gibst sie weiter.

Bei neuen Käufen lohnt es sich, bewusster zu entscheiden:

  • Siegel checken
  • Apps oder PETA nutzen
  • Produkte selbst herstellen
  • Regionale Unternehmen unterstützen

 

Ich hoffe, dieser Artikel hilft dir dabei, tierversuchsfreie Kosmetik leichter zu erkennen und bewusster auszuwählen. Falls du noch weitere Tipps hast, immer her damit.

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