Seit einigen Jahren begleitet mich Yoga – nicht nur auf der Matte, sondern auch im Alltag. Doch 2020 und 2021 waren für mich herausfordernde Jahre, besonders der Beginn von 2021. Irgendwann hatte ich weniger Lust auf Yoga, was vielleicht seltsam klingen mag, aber es war meine Art, mit der Situation umzugehen. Gegen Jahresende hat sich vieles verändert und gelöst, und ich fühlte mich wieder bereit – für das Leben, für Yoga und für jede Menge neue Abenteuer.
In diesem Artikel möchte ich dir 45 Sanskrit-Wörter vorstellen, die in der Yoga-Praxis häufig vorkommen und dir helfen können, die Philosophie hinter Yoga besser zu verstehen.
Was ist Sanskrit?
Sanskrit ist eine altindische Sprache – die älteste Form ist die Sprache der Veden, einer Sammlung religiöser Überlieferungen aus dem Hinduismus. Viele Begriffe, die im Yoga verwendet werden, stammen aus dem Sanskrit und wurden über Jahrtausende überliefert.
Was ist Yoga?
Yoga ist eine philosophische Lehre aus Indien, die sich aus geistigen und körperlichen Praktiken zusammensetzt. Der Begriff bedeutet übersetzt „zusammenbinden und anspannen“. Yoga umfasst viele verschiedene Disziplinen, darunter Yama, Niyama, Asanas, Pranayama, Pratyahara, Kriyas, Meditation und Askese.
Doch Yoga ist viel mehr als nur körperliche Übungen – es ist eine Lebenseinstellung. Die Weisheiten, Praktiken und Prinzipien des Yoga werden traditionell in Sanskrit überliefert und für uns in andere Sprachen übersetzt.
45 Sanskrit-Wörter für deine Yoga-Praxis
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Asana
Asana bedeutet „Sitz“ oder „Pose“ und bezeichnet die Körperhaltungen im Yoga. Es ist der dritte Schritt des achtgliedrigen Pfads (Ashtanga). -
Ashtanga
Ashtanga, der achtgliedrige Pfad des Yoga, hilft, den Geist ins Gleichgewicht zu bringen und innere Hindernisse zu überwinden. -
Om
Om ist eine heilige Silbe und wird als „der Klang des Universums“ beschrieben. Es symbolisiert die Einheit mit dem Universum und wird in vielen Mantras verwendet. -
Shanti
Shanti bedeutet Frieden und Ruhe. Das bekannte Mantra „Om Shanti, Shanti, Shanti“ steht für tiefen inneren Frieden. -
Namaste
Namaste bedeutet wörtlich „Ich verbeuge mich vor dir“ und ist eine respektvolle Grußformel. Es drückt die Überzeugung aus, dass in jedem Menschen etwas Göttliches steckt. -
Pranayama
Pranayama bezeichnet Atemtechniken, die Körper und Geist verbinden. Es ist der vierte Schritt des achtgliedrigen Pfads. -
Karma
Karma bedeutet „Handlung“ oder „Tat“. Es beschreibt das Prinzip von Ursache und Wirkung: Jede Handlung hat eine Konsequenz. -
Chakra
Chakra bedeutet „Rad“ oder „Energiekreis“. Es gibt sieben Hauptchakren, die bestimmte Aspekte des Körpers und der Psyche beeinflussen. -
Prana
Prana ist die Lebensenergie oder Lebenskraft. Der Atem wird als Zugang zu Prana gesehen, der Geist und Körper miteinander verbindet. -
Yamas
Die Yamas sind ethische Regeln für den Umgang mit anderen und mit der Umwelt – der erste Schritt des achtgliedrigen Pfads. -
Niyamas
Die Niyamas betreffen die persönliche Lebensführung und Selbstreflexion. Sie bilden den zweiten Schritt des achtgliedrigen Pfads. -
Mantra
Ein Mantra ist eine Klangschwingung oder ein heiliger Spruch, der zur Meditation und inneren Fokussierung dient. -
Samadhi
Samadhi ist der achte und höchste Schritt des Yoga-Pfads – ein Zustand von vollkommenem Bewusstsein und innerem Frieden. -
Pratyahara
Pratyahara bedeutet, die Aufmerksamkeit von äußeren Reizen abzuziehen und sich nach innen zu wenden. -
Santosha
Santosha steht für Zufriedenheit und die Fähigkeit, den Moment so anzunehmen, wie er ist. -
Ojas
Ojas ist die feine Essenz unserer Energie – sie steht für Vitalität und innere Kraft. -
Ananta
Ananta bedeutet Unendlichkeit und Freiheit von Begrenzungen. -
Atman
Atman beschreibt das wahre Selbst oder die Seele, das Göttliche in jedem von uns. -
Kosha
Kosha bezeichnet die fünf Hüllen, die die Seele umgeben – von der physischen bis zur spirituellen Ebene. -
Sharira
Sharira ist der physische Körper, der aus drei Schichten besteht: grobstofflich, feinstofflich und kausal. -
Atha
Atha bedeutet „jetzt“ oder „im gegenwärtigen Moment“. -
Nitya
Nitya bezeichnet das Ewige, das, was immer bleibt. -
Nadi Shodhana
Eine Atemtechnik zur Reinigung der Energiekanäle im Körper. -
Kaivalya
Kaivalya steht für spirituelle Befreiung und Erleuchtung. -
Raga
Raga beschreibt das Streben nach angenehmen Erfahrungen in der Hoffnung auf wahres Glück. -
Dvesha
Dvesha ist das Ablehnen von negativen Erfahrungen, aus Angst, dass sie uns vom Glück abhalten. -
Avidya
Avidya ist die Unwissenheit über das wahre Selbst und eine der fünf Hindernisse auf dem Yoga-Weg. -
Tapas
Tapas steht für innere Disziplin, Selbstbeherrschung und Hingabe. -
Sushumna
Sushumna ist der zentrale Energiekanal entlang der Wirbelsäule. -
Kapalabhati
Eine kraftvolle Atemtechnik zur Reinigung des Geistes und Körpers. -
Bandha
Bandha bedeutet „Bindung“ – durch Muskelkontraktion wird Energie im Körper gehalten. -
Purusharthas
Die vier großen Lebensziele: Dharma, Artha, Kama und Moksha. -
Kama
Kama bezeichnet Wünsche, Bedürfnisse und sinnliches Vergnügen. -
Artha
Artha steht für materiellen Wohlstand und Sicherheit. -
Moksha
Moksha bedeutet spirituelle Befreiung und Erleuchtung. -
Dharma
Dharma beschreibt die ethischen Prinzipien des Lebens. -
Ahamkara
Ahamkara ist das Ego oder das Gefühl des „Ichs“. -
Anamaya Kosha
Die physische Körperhülle, die aus Nahrung besteht. -
Pranamaya Kosha
Die Hülle der Lebensenergie. -
Manomaya Kosha
Die mentale Hülle, in der Gedanken und Emotionen entstehen. -
Vijnanamaya Kosha
Die Hülle der Intuition und höheren Erkenntnis. -
Anandamaya Kosha
Die Hülle der Glückseligkeit. -
Ida Nadi
Ein Energiekanal, der mit der Mondenergie verbunden ist. -
Pingala Nadi
Ein Energiekanal, der mit der Sonnenenergie verbunden ist. -
Sushumna Nadi
Der Hauptenergiekanal, der zur inneren Harmonie führt.
Fazit
Yoga ist weit mehr als eine körperliche Praxis – es ist eine Wissenschaft der Selbsterkenntnis. Diese 45 Sanskrit-Wörter sind ein kleiner Einblick in die faszinierende Welt des Yoga.
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