Weihnachten ohne Geschenke? Für viele absolut unvorstellbar – quasi wie ein Weihnachtsbaum ohne Tannennudeln. Ich muss sagen, ich liebe es, meinen Lieblingsmenschen eine Freude zu machen. Und nein, das muss nicht immer etwas sein, das man in Geschenkpapier einwickeln kann – was mir ehrlich gesagt sehr zugutekommt, denn meine Verpackungskünste sind ungefähr so überzeugend wie meine Wegbeschreibungen.
Ich schenke aus purem Spaß und mit ganz viel Liebe und Herzblut. Würde sogar so weit gehen zu behaupten, dass meine Überraschungen ziemlich gut ankommen – vielleicht, weil ich vorher mein inneres Miss Marple-Ich aktiviere und mir überlege, was die Person wirklich brauchen könnte oder wovon sie heimlich träumt. Wie findet man das perfekte Weihnachtsgeschenk und was macht ein tolles Geschenk aus, verrate ich dir in Blogmas 14.
Warum schenkt man überhaupt?
In erster Linie sollte man sich fragen, warum man überhaupt jemandem etwas schenken möchte. Einfach irgendwas besorgen, nur um sagen zu können, „Ich hab was geschenkt“ – nee, das ist nicht mein Ding. Geschenke als Alibi für ein gesellschaftlich auferlegtes schlechtes Gewissen? Danke, doch nein danke.
Ich schenke, weil ich es liebe, zu schenken. Weil mir die Person wichtig ist. Weil ich weiß, dass sie sich über mein Geschenk freuen wird – und zwar wirklich freuen. Und genau aus diesem Grund mache ich es. Nicht aus Pflichtgefühl, nicht aus Druck. Das ist meine Herangehensweise und vielleicht regt das ja den ein oder anderen ein bisschen zum Nachdenken an.
Falls du das Gefühl hast, dass du lieber nichts schenken möchtest, dann mach es auch nicht. Ehrliche Zuneigung braucht kein Schleifchen – außer natürlich, du willst trotzdem eins drumwickeln. Dann… naja, warum nicht?
Kleine Aufmerksamkeiten schenken
Manchmal ist es echt so: Du stehst vor der Herausforderung, für jemanden ein Geschenk zu besorgen, mit dem du eigentlich kaum Kontakt hast – klassisches Wichtel-Dilemma! Natürlich möchtest du nicht unhöflich wirken, doch gleichzeitig hast du null Ahnung, was diese Person mag oder braucht. Willkommen in der Zwickmühle der Geschenkverzweiflung, die häufig im Job auftaucht.
In solchen Fällen setze ich auf die Allzweckwaffen der kleinen Aufmerksamkeiten. Irgendetwas Nettes, das fast immer gut ankommt: Blumen, selbstgebackene Kekse, Schokolade oder eine gute Flasche Wein. Es muss nichts Großes oder Persönliches sein, sondern einfach ein kleines Mitbringsel, das zeigt: Ich hab an dich gedacht.
Fühle dich in dein Gegenüber
Stell dir mal vor, du bist die Person, die du beschenken möchtest. Was würde dich zum Strahlen bringen? Was liebst du, was macht dir Spaß? Womit verbringst du deine Zeit und was zaubert dir ein Lächeln ins Gesicht? Schreib all diese Dinge auf – und plötzlich hast du die Basis für ein wirklich tolles Geschenk!
Manchmal liegt die Antwort gar nicht in einem hübsch verpackten Päckchen. Ein gemeinsamer Ausflug, Tickets für ein Konzert, ein gemütlicher Abend im Lieblingsrestaurant – oft sind es Erlebnisse, die viel mehr bedeuten als materielle Dinge. Es geht darum, jemandem eine Freude zu machen, die bleibt. Und ganz ehrlich: Wer kann schon Zeit miteinander toppen?
Streng deine grauen Zellen an
Denk mal kurz zurück: Was hat dir diese Person in letzter Zeit alles erzählt? Wovon war sie begeistert? Womit hat sie sich beschäftigt? Vielleicht hat sie sogar mal beiläufig einen Wunsch geäußert oder von etwas geschwärmt, das sie unbedingt haben oder machen möchte. Zack – da hast du dein Geschenk!
Manchmal sind es genau diese kleinen Hinweise im Alltag, die dir die perfekte Idee liefern. Ein Wunsch, den sie sich vielleicht selbst nie erfüllen, oder etwas, das sie richtig happy machen würde – damit triffst du garantiert ins Schwarze. Es lohnt sich, genau hinzuhören, denn oft steckt die Inspiration schon in den Gesprächen, die man längst geführt hat.
Kreativ werden
Nicht alle Wünsche werden direkt ausgesprochen – manchmal schwingen sie nur zwischen den Zeilen mit. Da ist dein detektivisches Feingefühl gefragt: Hör genau hin und werde kreativ! Was könnte hinter den Andeutungen stecken und wie könntest du daraus ein Geschenk zaubern, das wirklich von Herzen kommt?
Vielleicht erzählt jemand von Stress und fehlender Zeit für sich – da könnten ein Wellness-Tag, ein schönes Buch oder ein selbstgekochtes Essen die perfekte Antwort sein. Oder es fallen Bemerkungen über Dinge, die sie toll finden, doch nie selbst in Angriff nehmen würden. Genau da kannst du ansetzen und etwas schenken, das überrascht und begeistert. Es ist die Kunst, zwischen den Zeilen zu lesen – und das Ergebnis? Ein Geschenk, das zeigt, wie gut du zugehört hast.
Es muss nicht immer teuer sein
Ich behaupte mal ganz frech: Die wenigsten Menschen wünschen sich tatsächlich superteure Geschenke oder erwarten sie gar. Klar, ich kann von einer Chanel-Tasche träumen – wer nicht? Doch das heißt noch lange nicht, dass ich sie mir zu Weihnachten wünsche oder gar darauf bestehe. Solche Vorstellungen hängen stark von Lebenssituation, Budget und dem persönlichen Verhältnis zu Geld und Konsum ab.
Nehmen wir mal Menschen, die sich regelmäßig teure Designermode leisten: Für sie ist eine Tasche um ein paar Tausend Euro vielleicht nichts Außergewöhnliches, weil es ihrem Lebensstil entspricht. Doch niemand erwartet von jemandem, der 2.000 Euro im Monat verdient, ein Geschenk für 5.000 Euro. Das wäre völlig absurd – und wahrscheinlich für beide Seiten unangenehm.
Und mal ehrlich: Der Preis sagt nichts über den Wert eines Geschenks aus. Ein liebevoll gestaltetes Fotobuch, ein handgeschriebener Brief oder ein gemeinsames Erlebnis können viel mehr bedeuten als ein teures Luxusgut. Am Ende zählt, dass das Geschenk von Herzen kommt – nicht, was es gekostet hat.
Geschenke, die gemeinsam Freude bereiten
Meine Lieblingsgeschenke? Ganz klar: gemeinsame Zeit und Erlebnisse! Das sind für mich die schönsten Geschenke – sowohl zum Verschenken als auch zum Selberbekommen. Ein Geschenk, das uns ein Stück näher zusammenbringt, das man miteinander teilt und an das man gerne zurückdenkt.
Solche Momente haben für mich einen unschätzbaren Wert. Sie schaffen Erinnerungen, die bleiben, und lassen Beziehungen wachsen. Ob es ein gemeinsamer Ausflug, ein Konzertbesuch oder einfach ein schöner Abend beim Essen ist – diese Art von „teuren“ Geschenken bereichern mein Leben und genau das möchte ich auch anderen schenken. Denn was könnte wertvoller sein, als die Zeit, die wir miteinander verbringen?
Wie findet man das perfekte Weihnachtsgeschenk nun? Es gibt so viele Wege, das beste Weihnachtsgeschenk zu finden – und mindestens genauso viele, es mit Freude zu überreichen. Vielleicht hat meine Herangehensweise ja bei dir etwas ins Rollen gebracht und dir eine neue Perspektive auf das Schenken und Geben gezeigt.
Am Ende geht es doch darum, dass ein Geschenk von Herzen kommt und dem anderen ein echtes Lächeln ins Gesicht zaubert. Ob groß oder klein, teuer oder selbstgemacht – die Geste zählt. Und wer weiß, vielleicht wird dieses Jahr genau das Jahr, in dem Schenken für dich eine ganz neue Bedeutung bekommt.
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