Weihnachten und Nachhaltigkeit? Klingt erstmal wie Zimtsterne ohne Zimt – irgendwie passt das nicht so richtig zusammen, oder? Die Festtage stehen ja oft für Glitzer, Konsum und „mehr ist mehr“. Doch keine Sorge, ich bin hier, um das Image ein bisschen aufzupolieren! Denn auch unterm Weihnachtsbaum lässt sich Umweltschutz unterbringen – ohne, dass der Zauber verloren geht. An Blogmas 18 habe ich 10 Tipps für eine nachhaltige Weihnachtszeit gesammelt und wie du deine Festtage ein bisschen grüner gestalten und das Ganze easy in deinen Alltag integrieren kannst.
Glitzer, Konsum und Mehr ist Mehr
Bevor ich zu meinen Tipps komme, möchte ich dir ein paar erschreckende Infos auf dem Silbertablett präsentieren, die vielleicht ein wenig zum Nachdenken anregen.
Die weltweiten Ausgaben für und an Weihnachten sind unfassbar hoch. Allein in den USA wurden im Jahr 2023 etwa 870 Milliarden Euro für Geschenke und diverse Weihnachtsaktivitäten ausgegeben. In Europa und in Ländern wie Deutschland oder UK jeweils über 80 Milliarden Euro. Italien und Spanien lagen bei 44 Milliarden bzw. 30 Milliarden. In Österreich werden voraussichtlich rund 2 Milliarden Euro für Weihnachten 2024 ausgegeben, wobei ein bedeutender Anteil auf den Handel und Weihnachtsmärkte entfällt.
Diese Zahlen zeigen, dass Weihnachten weltweit nicht nur ein Fest der Freude und Liebe, sondern auch ein bedeutendes wirtschaftliches Ereignis ist mit einer erheblichen Ressourcen-Verschwendung.
An Weihnachten fällt weltweit eine gigantische Menge Müll an! Allein in Österreich oder auch Deutschland steigt der Müllverbrauch in der Weihnachtszeit um knapp 20 bis 30 %. Dies betrifft vor allem Weihnachtsverpackungen. In Großbritannien beispielsweise werden jährlich mehr als 365k Kilometer Geschenkpapier verbraucht, von denen ein Großteil nicht recycelbar ist. In sehr vielen Ländern landet dieser ganze Müll auf Deponien, was erhebliche Umweltbelastungen verursacht.
Auch Lebensmittelverschwendung ist ein großes Problem – generell und besonders an Weihnachten. Während der Feiertage werden weltweit Millionen Tonnen an Lebensmitteln weggeworfen, da oft mehr gekocht wird, als tatsächlich gegessen werden kann. Auf der anderen Seite spenden wir, damit eine Vielzahl an Menschen nicht verhungern muss!? Diese Zahlen sollten uns ALLEN zeigen, wie wichtig nachhaltige Alternativen sind und ein generelles Umdenken.
Bewusst schenken, weniger konsumieren
Überlege, ob weniger nicht mehr ist. Vielleicht reichen kleine, liebevolle Gesten oder Spenden an wohltätige Organisationen statt großer Geschenke. Second-Hand? DIY-Geschenke? Gutscheine? Wie man das perfekte Geschenk findet, kannst du in Blogmas 14 nachlesen – vielleicht ist eine kleine Inspiration für dich dabei!
Lass dein Outfit öfters feiern
Weihnachtsoutfits sind das modische Äquivalent zu Lametta: Einmal im Jahr glänzen sie für ein paar Stunden, um dann in der hintersten Ecke des Schranks zu landen. Bevor du jedoch etwas Neues mit Glitzer und Glamour kaufst, schau doch mal in Second-Hand-Läden oder auf Vintage-Plattformen vorbei. Hier findest du nicht nur ausgefallene Teile, sondern tust auch etwas gegen den wachsenden Kleidermüllberg. Nachhaltig schick geht eben auch – und vielleicht findest du ein Outfit, das öfter als einmal gefeiert werden kann!
Ich liebe Vestiaire Collective, Dogdays Of Summer oder klassisch Vinted. Schau mal vorbei!
Fahr nicht fort, kauf im Ort
Kaufe deine Geschenke bei lokalen Händler:innen, auf Weihnachtsmärkten oder direkt bei Künstler:innen und kleinen Manufakturen. Das fördert die regionale Wirtschaft und ist oft nachhaltiger als Online-Bestellungen.
Jetzt kurz vor Weihnachten kann man auch offline tolle Rabatte ergattern.
Plane deine Weihnachtseinkäufe (Lebensmittel)
Essen ist natürlich ein weiterer Bereich, in dem der Konsum ordentlich Müll produziert – Verpackungen, Lebensmittelreste und der Klassiker: zu viel gekauft, zu viel weggeworfen. Um dem entgegenzuwirken, lohnt es sich, deine Einkäufe und Gerichte vorher zu planen und dich mit Familie und Freunden abzustimmen. So kannst du nicht nur unnötigen Lebensmittelmüll vermeiden, sondern vielleicht auch neue Ideen für leckere Gerichte und nachhaltige Alternativen entdecken.
Regional und ökologisch schlemmen
Achte auf biologische und fair gehandelte Produkte – kaufe deine Lebensmittel vorwiegend in der Region und achte auf saisonale Produkte. So hilfst du nicht nur der Umwelt, sondern unterstützt auch Erzeuger:innen in deiner Region. BTW: Vegane oder vegetarische Alternativen tragen zusätzlich zu einer besseren Umweltbilanz bei.
Lichter und Beleuchtung
Verwende energiesparende LED-Lichterketten und schalte sie bei Bedarf ein und nachts aus, um Strom zu sparen. Für eine noch nachhaltigere Beleuchtung am Baum kannst du auf Kerzen aus Bienenwachs oder pflanzlichem Wachs setzen. Jedoch würde ich das nur in Haushalten ohne Kinder und Haustiere empfehlen – zumindest, wenn man weniger gestresst sein möchte.
Weniger Plastik
Statt Plastikschmuck könntest du auf natürliche Materialien wie Holz, Ton, Glas, Tannenzapfen oder getrocknete Orangenscheiben setzen. Wie du DIY-Weihnachtsschmuck basteln kannst, zeige ich dir in Blogmas 6.
Nachhaltige Verpackungen
Alte Zeitungen, Stoffreste oder wiederverwendbare Geschenkboxen sowie Taschen anstelle von herkömmlichem Geschenkpapier. Solltest du noch altes Geschenkpapier haben, dann würde ich dieses natürlich auch in Betracht ziehen.
Kreative Baum Ideen
Anstelle eines echten Christbaumes kannst du auf eine kreative Alternative zurückgreife. Selbstgebaute Bäume aus Zweigen, Büchern oder Holz. Wenn du einen echten Baum möchtest, kaufe ihn aus nachhaltiger Forstwirtschaft oder im Topf, damit du ihn später einpflanzen kannst.
Ich persönlich hatte in den letzten Jahren immer einen Baum, den man im Anschluss wieder „auswildern“ konnte, jedoch hat das bisher nie geklappt. In diesem Jahr habe ich mich für einen herkömmlichen Baum entschieden, wie du in Blogmas 10 nachlesen kannst.
Fahrgemeinschaften
Vermeide unnötige Autofahrten zu Weihnachtsfeiern oder dem Familienessen, indem du Mitfahrgelegenheiten organisierst oder auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigst. Auch ein schöner Spaziergang wäre eine nette Idee, sollte der Weg nicht zu weit sein.
Jetzt hast du 10 Tipps für eine nachhaltige Weihnachtszeit an der Hand, die du in den nächsten Wochen ausprobieren kannst. Und weißt du was? Viele davon lassen sich auch easy auf den Alltag übertragen. Ein bisschen grüner schadet schließlich nie – außer vielleicht dem Grinch.
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